Am 8. Februar war es soweit, Giovanni ging ein Jahr zuvor von uns. Wir gedenken Giovanni anlässlich der Jahrzeit in der Loretokapelle Mägenwil am Samstag, 13. Februar 2021, 17.00 - 18.00. Sinnigerweise wird die Messe von Diakon Johannes Zürcher gehalten, der schon die Abschiedsfeier von Giovanni am 22. Februar 2020 gestaltet hat. Besten Dank auch Roger für die Organisation.

Bitte denkt daran, dass noch immer Vorsichtsmassnahmen gegen Corona/Covid-19 in Kraft sind. Also 1.50 m Abstand und Maskenpflicht. Bitte denkt auch daran, dass die Kapelle eh nicht so gross ist und mit einem Abstand von 1.50 m pro Bankreihe... nicht sooo viel Platz verfügbar sein wir. Mehr Details erseht Ihr aus den Links.

Da die Jahrzeit bei den Katholiken doch noch immer fast "üblich" ist, habe ich mich gefragt, woher dieser Brauch eigentlich stammt. Wusstet Ihr, dass das Judentum diesen Brauch ebenfalls pflegt? Mehr dazu unten und unter der verlinkten Originalquelle von wem schon... Wikipedia.

Beste Grüsse
André

Zürich, 8. Februar 2020

Links

Details auf der Website des Pastoralraums Mellingen

Schutzkonzept

Jahrzeit

Die Jahrzeit (in der Schweiz regional teilweise auch das Jahrzeit) oder das Anniversar (Plural Anniversarien, von lateinisch anniversarium) bezeichnet das rituelle Begängnis des Todestages eines Gläubigen. Waren als Anniversarien zunächst vor allem Geburtstage und Thronbesteigungen von Herrschern gefeiert worden, so wurde es ab dem Mittelalter üblich, den Todestag als „Geburtstag im Himmel“ zu begehen. Übliche Begriffe dafür sind heute auch Jahresgedächtnis, Jahrgedächtnis oder Jahresamt.


Jahrzeit im Christentum

In Anlehnung an die Festtage der christlichen Heiligen und Märtyrer kam bereits im Frühmittelalter der Brauch auf, besonderer Verstorbener jeweils an ihrem Todestag in der heiligen Messe zu gedenken (Memorialwesen). Zusätzlich zu den Anniversarien wichtiger geistlicher und weltlicher Würdenträgern wurden in klösterlichen Gemeinschaften bisweilen auch jene der Äbte und Mönche begangen. Über Gebetsverbrüderungen regelten mehrere geistliche Institutionen untereinander, dass sie die Anniversarien aller beteiligter Personen begehen würden.

Grundlage für das Gedenken bildete meist eine Stiftung (Seelgerät, „ewige Messe“), die entweder vorsorglich von den Betroffenen selber oder von deren Nachkommen getätigt worden war. Ab dem 12. Jahrhundert nahmen solche „Stiftungen für das Seelenheil“ (Karl Schmid) enorm zu. Die Durchsetzung der Lehre vom Fegefeuer dürfte für diese Zunahme mitverantwortlich sein. Um über die wachsende Zahl der Gedenkleistungen auf dem Laufenden zu bleiben, gingen Klöster und Stifte dazu über, die Namen der verstorbenen Stifter unter dem Datum ihres Todes in kalendarischen Nekrologien oder Jahrzeitbüchern zu verzeichnen. Spätestens ab dem 15. Jahrhundert führten auch die meisten Pfarrkirchen sowie einzelne Spitäler und Siechenhäuser entsprechende Verzeichnisse, welche die enorme Verbreitung dieses Brauchtums belegen. Für das lateinische anniversarium bürgerte sich ab dem 14. Jahrhundert die mittelhochdeutsche Entsprechung jarzyt ein.

Während die Reformatoren die Fürbitte für unwirksam erklärten und daher das Jahrzeitwesen abschafften, erlebte dieses in katholischen Regionen in der frühen Neuzeit und vor allem nach dem Konzil von Trient eine neuerliche Blüte, die teilweise bis ins 20. Jahrhundert anhielt. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde vielerorts festgelegt, dass die Jahrzeiten nicht mehr ewig gehalten werden sollen, sondern begrenzt auf 15, 20 oder maximal 25 Jahre.

In mittelalterliche Urkunden stiftet vielfach der lokale Adelsherrscher einen sogenannten Jahrtag. Dabei handelt es sich sinngemäß um den oben mit Jahrzeit beschriebenen Vorgang.

Textquelle (Auszug)

Wikipedia

Die Loretokapelle an der Oberdorfstasse in Mägenwil

1699 wird in Mägenwil die Loretokapelle eingeweiht. Sie ist eine Nachahmung der „casa santa“, des „Heiligen Hauses“, das im italienischen Wallfahrtsort Loreto verehrt wird. Wie auf einer alten Landkarte von 1573 ersichtlich stand in Mägenwil schon im 16. Jahrhundert eine Kapelle. Die Loretokapelle an der Grenze zwischen katholischem und reformiertem Gebiet war für das Freiämter Volk einst ein gern besuchter Wallfahrtsort.

Bild und Textquelle Loretokapelle Mägenwil

Pastoralraum Region Mellingen